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Die Anti-Aktie der Woche

Die Anti-Aktie der Woche

Finger weg von Goldmoney, Honey!

“Es ist nicht alles Gold, was in einem Börsenbrief glänzt.”

Angst liegt in der Luft. Seit Ende des Bitcoin-Goldrauschs ist es unerträglich ruhig geworden in meinem Viertel. Auch die Kollegen, Bekannten und Medien sind verstummt: Die Bitcoin-Euphorie von 2017 ist spurlos verschwunden. Leider. Der Weg zu Reichtum schien damals noch so unglaublich einfach. Die digitalen Coins galten als der Schlüssel zum Status “Rich as f**k”. Und heute? Skepsis, Ungewissheit und Fragen bremsen uns aus. Es haben sich einfach zu viele Leute die Finger an Kryptos verbrannt. Und jetzt? Nochmal von vorne los hoddeln? Auf einen neuen digitalen Goldrausch warten? Oder in die angeblich so hoch bewerteten Mainstream-Werte investieren? Die Fragezeichen im Kopf machen uns anfällig für heiße Börsentipps. Ich selbst habe mich auch dabei ertappt. Beinahe hätte ich zugeschlagen. Die Last-Minute-Rechereche hat mich hoffentlich vor dem Schlimmsten bewahrt…Blicken wir zunächst auf ein paar goldene Fakten.

Goldrausch in Zahlen – Stand 03/2019

“Big Brother is watching you…”

1.306 USD kostet die Feinunze Gold.

8.700 Tonnen Gold besitzen die Deutschen.

2009 ging’s los: die Zentralbanken sind gierig nach Gold.

29.10.2018 Ungarn verzehnfacht seine Goldbestände.

Top 3 Gold-Digger 2018 = Russland, Türkei und Kasachstan.

33.869 Tonnen Gold ist der geschätzte Goldbestand insgesamt. 

25.08.1923 Gold- und Silberbesitzverbot in Deutschland: Herausgabepflicht 

12.06.1933 Besitzverbot Devisen & Gold: Zwangsverkauf an dt. Reichsbank

28.10.1936 Göring ordnet Ablieferungspflicht für Gold und Devisen an  

17.05. 2017 Geldwäschegesetz: Absenkung anonymer Bargeldkäufe

9.999 Euro =die Grenze anonymer Bargeldkäufe, auch von Edelmetallen 

…Fortsetzung folgt

Sei auf der Hut!

“Je weiter man zurückblicken kann, desto weiter wird man vorausschauen.” – Winston Churchill

I’ll be back: Seit dem Platzen der Dotcom Blase im März 2000 kämpfte sich Gold zurück an die Pole Position unter den Investments. Bis 2011 verzehnfachte sich der Preis des Edelmetalls. Anleger, die damals in den physischen Sachwert investierten verdienten sich eine goldene Nase. Geld anlegen kann so einfach sein, wäre da nicht das Problem: Wohin mit dem fetten Klunker? Dass man eine falsche Lagerung eines Tages bitterböse bereuen könnte, sah man an der deutschen Bundesbank. Versäumte Inventuren, null Transparenz über die Goldlagerung im Ausland sorgte für Misstrauen XXL. 1998 war die Formulierung über die Position “Gold” plötzlich in “Gold und Goldforderungen” umgewandelt worden. Hallo Verschwörungstheorien! Kurz: Viele glauben, dass die deutschen Goldbestände im Ausland spurlos verschwunden sind. Was du daraus lernen kannst? Überlass nichts dem Zufall! Bunker dein Gold am besten selbst. Verstecke gibt’s wie Sand am Meer. Ein paar goldene Versteck-Ideen findest du hier.

Goldmoney

 

“Am Ende des Regenbogens wartet kein Topf mit Gold auf dich.”

2,15 CAD kostet eine Aktie des kanadischen Goldspezialisten. Goldmoney (WKN: A14XJP) ist eine hochriskante Pennystock. Die Aktie und das Geschäftsmodell sorgt seit einiger Zeit für Schlagzeilen. Um 35 Prozent bewegte sich der Kurs innerhalb der letzten vier Wochen in die richtige Richtung aller Aktienfans. Die Fantasie dahinter: Mit zunehmender Staatsverschuldung bereiten sich viele Privatanleger auf den Exit vor. Goldmoney bietet für Angsthasen ein Komplettpaket  mit dem Slogan “The World’s most trusted name in precious metals.” 

Darauf kannst du nicht bauen

Laut eigenen Angaben ist GoldMoney keine Bank, sondern ein Hochsicher­heitstresor für Edelmetalle. Deswegen kann man bei GoldMoney kein traditionelles Konto eröffnen, sondern auf dem Onlineweg ein „Holding“-Konto. Frei übersetzt: Lagerkonto. Du kannst bei Goldmoney physische Edelmetalle (Gold, Silber, Platin, Palladium) kaufen und im Ausland bunkern. Wahlweise in England, Schweiz, Hongkong, Kanada oder Singapur. Der Sitz der Firma ist auf der britischen Kanalinsel Jersey. Wenn du mich fragst, stinkt das bis zum Himmel. Google sei dank kann man Kunden-Feedback einsehen. Die Kritiker unter den Kunden sind sich einig: “Goldmoney stole my money.”

Fazit

Hui! Alle, die Nervenkitzel lieben, können sich mit Goldmoney im Depot ordentlich in die Hose machen vor Freude einerseits, vor Angst andererseits. Die Straße nach Eden mündet bei diesem Wert höchstwahrscheinlich im Highway to Hell.

Was fängst du mit deiner Kohle an? Hier findest du lukrative Tipps

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