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Nie wieder arm und einsam! Robin verrät…

Was dich im Leben voran bringt

Ich bin seit letzter Woche wieder Single…Nein im Ernst, ich denke, um erfolgreich im Leben zu sein, braucht man immer eine Strategie.

Sie sprechen keinen Business-Kasper-Slang, belächeln dich nicht, weil dein Jobtitel nichts hermacht und drücken vielleicht sogar noch die Schulbank: junge Männer. In der Finanzwelt finden wir leider kaum Youngsters, zumindest erfahren wir im Überfluss von Warren Buffett’s Vorlieben oder George Soros’ spekulativer Machenschaften. Wirklich prickelnd ist das nicht. Und das finden nicht nur Heidi Klum, Madonna oder Demi Moore.  Viel lieber möchten wir wissen, was einen jungen Studenten vom Reitsport an die Börse verschlägt, wie man ganz einfach nebenher einen erfolgreichen Finanz-Blog aufbaut und ob man dabei überhaupt noch Zeit hat, offline zu gehen.

Kat€ sprach mit Robin Gey über seine dunkelsten Börsen-Geheimnisse und wollte von ihm wissen, wie er schlichtweg zum Jungen Anleger wurde. Sie warf einen Blick in die abenteuerliche Welt des kölsche Jung und Traders – am besten stellt er sich mal eben selbst vor. Los geht’s!

Meet Robin!

Robin Gey (RG): Mein Name ist Robin, ich bin 20 Jahre alt und komme aus der Nähe von Köln. „Hauptberuflich“ studiere ich Wirtschaftsingenieurwesen und seit Ende 2016 beschäftige ich mich mit der Börse. Zur Börse gekommen bin ich durch meinen Opa, er schenkte mir damals den Börsendienst „Proffes Newcomer“ von Michael Proffe. Meine grundsätzlicher Investment-Ansatz beruht auf der Strategie von Michael Proffe, wobei ich diese an meine persönlichen Präferenzen angepasst habe.

FD: Was war dein bestes Investment?

RG: Mein bestes Investment war bisher ein Optionsschein auf United Internet. Mit diesem habe ich nach Steuern einen Gewinn von 141 % gemacht (WKN: UW87R6 / Zeitraum: 26.04.17 – 21.11.17). Dies ist jedoch nicht unbedingt repräsentativ, da ich die meisten Optionsscheine bereits früher verkaufe. So habe ich beispielsweise im letzten Jahr mit zwei Optionsscheinen auf Activision Blizzard insgesamt mehr Geld verdient, da ich den ersten Schein mit 100 % nach Steuern verkauft habe, dass Geld in einen zweiten Optionsschein investiert habe und den zweiten Schein mit 78 % nach Steuern verkauft habe. Insgesamt habe ich an Activision also eigentlich mehr verdient. Individuell auf ein Investment bezogen liegt aber United Internet vorne.

FD: Und was war dein schlechtestes Investment?

RG: Ganz klar ein Optionsschein auf Fresenius (WKN: PR09BT / Kauf: 23.02.17). Dieser liegt mit 91 % im Minus. Der Schein läuft noch bis Ende des Jahres, wird sich aber wohl nicht mehr erholen. Ein Minus von 91 % mag sehr heftig erscheinen, aber man muss es im Gesamtkontext betrachten. Mit den Optionsscheinen verfolge ich eine Strategie. Der Begriff „Strategie“ kommt vom Militär und bezeichnet einen Plan, mit dem langfristige Ziele erreicht werden sollen. Dabei ist es nicht entscheidend jede Schlacht zu gewinnen, sondern das entscheidende ist, den gesamten Krieg zu gewinnen. Übertragen auf die Börse bedeutet das, dass es nicht darum geht jeden Optionsschein mit Gewinn zu verkaufen, sondern das alle Optionsscheine zusammen Gewinn abwerfen müssen. Dabei wird es immer Ausreißer nach oben geben, also Schlachten, die man gewinnt, und immer Ausreißer nach unten, also Schlachten, die man verliert. Das Wichtige ist nur, dass die Summe aller Optionsscheine am Ende positiv ist.

FD: Ab wann ist man für dich „reich”?

RG: Ich denke, dass es keine genaue Zahl für „reich“ gibt. Reichtum ist für jeden Menschen etwas sehr Individuelles. Für mich bedeutet „reich“, dass ich finanziell abgesichert bin und mein Geld so gut für mich arbeitet, dass ich bei der Berufswahl den Job wählen kann, welcher mir Spaß macht und nicht einem Beruf nur des Geldes wegen
nachgehen muss.

FD: Was ist dein nächstes großes Projekt?

RG: Mein aktuelles Projekt ist Junger-Anleger. Die Seite existiert erst seit knapp zwei Monaten und daher gibt es dort noch enorm viel zu tun. Ich habe vorher noch nie eine Internetseite betrieben oder Artikel geschrieben und lerne daher immer wieder neue Dinge. Auch mein Studium darf ich nicht vernachlässigen und privat reite ich noch auf Leistungssport Niveau. Daher bin ich aktuell ganz gut ausgelastet.

FD: Wie lange bist du täglich Offline?

RG: Das kann ich nicht so pauschal sagen. Ich bin aber eher eine zurückhaltende Person und breite mein Privatleben nicht unbedingt in den sozialen Medien aus. Daher glaube ich, dass ich im Vergleich zu anderen aus meiner Generation relativ viel offline bin.

FD: Was willst du den Finanzdiven unbedingt noch sagen?

RG: Ich bin seit letzter Woche wieder Single… Nein im Ernst, ich denke, um erfolgreich im Leben zu sein, braucht man immer eine Strategie. Bezogen auf die Börse sollte man sich Zeit nehmen seine eigene individuelle Strategie zu erarbeiten und diese dann verfolgen. Meine Strategie ist es, langfristig erfolgreiche Unternehmen zu finden, welche ich verstehe und von denen ich denke, dass sie auch in Zukunft die Performance der Vergangenheit liefern können. Auch wenn der Gesamtmarkt dann mal korrigiert weiß ich, dass meine Unternehmen trotzdem langfristig gesehen wertvoller werden, da ihr Geschäftsmodell ja nicht vom Aktienkurs abhängt. Das lässt mich ruhig schlafen und auf Dauer wächst dadurch mein Depot.

Daher mein Rat: Sucht euch langfristig erfolgreiche Unternehmen, bei denen ihr versteht, wie sie Geld verdienen. Dann könnt ihr euch entspannt zurücklehnen und müsst nur noch kontrollieren, ob sich an der fundamentalen Situation des Unternehmens etwas ändert. Macht euch frei von den kurzfristigen Sorgen und Problemen des Marktes und lasst die anderen Trader ihre Nerven und Geld verlieren.

An dieser Stelle möchte sich finanzdiva.de bei Robin für das Interview bedanken.

Du hast Fragen an Robin? Hier findest du ihn!

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