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Sabrina Spielberger: Die Start-Up-Queen

Who’s that Girlboss? Als eins von drei Kindern lernte Sabrina Saleh sich früh durchzusetzen. Sie ist Deutschlands Start-Up-Queen. Denn sie hat alle Eigenschaften einer Unternehmerin, die es ganz nach oben bringen wird. Ihre Unbeschwertheit mit Leichtigkeit die Dinge anzupacken, macht Mut und Lust es ihr nachzumachen. Kat€ traf Sabrina bei einer Tasse Tee zum Interview.

Sabrina Spielberger

Foto ©Sabrina Spielberger

FD: digidip ist Dein Baby – damit erhalten Blogger eine einfache Möglichkeit, Geld über Werbung zu verdienen. Mit sogenannten Affiliate-Links verdienst Du und Deine Kunden pro Klick. Wie entstand die Idee, ein gigantisches Werbenetzwerk aufzubauen? 

SS: Die Idee entstand durch das Bedürfnis eine Lösung für ein bestehendes Problem, vor dem ich auch selbst stand, zu finden. Die Komplexität aus dem Thema Online-Marketing und Monetarisierung meines Blogs rauszunehmen und mit der einfachen Verlinkung zu meinen Lieblingsprodukten und -shops Geld verdienen zu dürfen. Wenn ich schon bereitwillig Leser von meiner Seite wegschicke möchte ich dafür ja auch wenigstens vergütet werden. Dank digidip kann das jetzt jeder. 

FD: Bevor Du Unternehmerin wurdest, warst Du als Angestellte tätig. War das eine harte Schule?

SS: Ja, das war definitiv eine harte Schule. Dabei ging es nicht in erster Linie um die Aufgaben die man zu bewältigen hatte, ich fand es lediglich hart ständig um Anerkennung kämpfen zu müssen. Immerhin hatte ich Kollegen die auch weit nach oben wollten, neben denen musste man sich dann als der bessere Kandidat durchsetzen. Deswegen spare ich bei meinem Team übrigens auch nicht mit Feedback. Etwas, was bei vielen Firmen ein Problem ist und bei mir als Angestellte immer vernachlässigt wurde. 

FD: Was waren die großen Hürden vom Absprung aus dem Angestelltendasein ins eiskalte Gründer-Gewässer? 

SS: Die Frage ob man überhaupt gut genug dafür vorbereitet ist, vor allem psychisch. Man muss ja immer mit dem scheitern rechnen und damals wusste ich nicht ob ich das verkraften würde falls es dazu kommen sollte.

©Sabrina Spielberger für finanzdiva.de

Foto ©Sabrina Spielberger

FD: Wie stolz sind Deine Eltern auf die Karriere ihrer Tochter? 

SS: Leider kann ich meinen Vater nicht mehr fragen, weil er während meines Studiums damals verstorben ist. Aber dafür dass meine Eltern alles in ihrer Heimat aufgegeben haben um uns hier ein besseres Leben zu ermöglichen wären sie schon extrem enttäuscht wenn ich nicht das Beste daraus gemacht hätte. Meine Mutter ist aber noch alte Schule und findet den Charakter und die eigene Integrität wichtiger als Karriere. Sie ist glaube ich einfach nur froh dass das eine das andere bei mir nicht ausschliesst. 

FD: Pro Tag vermittelt digidip rund drei Millionen User an Onlineshops. Deine Firma machte 2016 einen siebenstelligen Umsatz und ist seit Jahresbeginn profitabel. Wie hast Du das gemacht? 

SS: Mit einem ausgezeichneten Produkt, einem ausgewählten Portfolio an Kunden und extrem guter Vertriebsarbeit. Letztendlich haben wir uns ständig bei Advertisern durchsetzen müssen und unsere USP’s immer und immer wieder verkaufen müssen. Dies hat dazu geführt dass unsere, damals noch potentiellen, Kunden uns als etablierte Technologie auf dem Markt anerkannt haben. 

FD: Du beschäftigst 15 Mitarbeiter. Dein Startup ist in 40 Ländern vertreten. Wohin soll die Reise gehen? 

SS: Ich möchte dass digidip weiterhin gesund aus eigenen Mitteln wächst und niemals auf externes Geld angewiesen sein muss. 

FD: Bist Du als Unternehmerin erfolgreich, weil Du keine Angst vorm Scheitern hast? Was ist Dein Erfolgsrezept? 

SS: Im Gegenteil. Ich glaube digidip ist nur deshalb erfolgreich weil ich ständig Respekt vorm Scheitern hatte. Wenn man jeden Tag hart für den Erfolg arbeitet um eben nicht zu scheitern, verliert man tagsüber vielleicht kurz die Angst, weil man ja denkt man ist vorbereitet. Wie für das Lernen einer Prüfung. Aber sobald man das Ganze mit Distanz betrachtet oder Abends im Bett liegt, kann man schnell Panik bekommen. Die habe ich jedoch bewusst in Energie umgewandelt und in die Arbeit gesteckt. 

FD: Sollten wir nur auf uns selbst hören und nicht auf die anderen? 

SS: Nein, das könnte dramatisch enden. Man sollte immer auch auf die anderen hören, aber bitte nur auf die Leute mit entweder Gründererfahrung oder der nötigen Branchenkenntnis. Alle anderen Meinungen habe ich damals für mich jedenfalls nicht Ernst genommen. 

FD: Macht Selbstvertrauen erfolgreich?

SS: Bestimmt. Aber die gesunde Mischung aus Selbstvertrauen und Demut macht auch erfolgreich und ist zudem sympathischer 😉

FD: Herzlichen Dank für das Interview!

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